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Programmieren lernen für Kinder und Jugendliche – Mit Spaß und Kreativität zum Code-Erfinder

Programmieren lernen ist einfacher und gefragter denn je! Für Kinder und Jugendliche aller Altersstufen gibt es zahlreiche hochwertige, motivierende, kostenlose Lernangebote. Hier erfahrt ihr alles darüber, welche Angebote für welches Alter geeignet sind.

Kinder wollen oft mehr über Computer und Programmierung lernen als in Kitas und Schulen vermittelt wird. Denn sie können mit Programmierung spielerisch und kreativ ihre eigenen Erfindungen erschaffen.

Kinder können tatsächlich schon vor der Schule damit starten, sobald Interesse und etwas Konzentration vorhanden ist. Wiederholte 5-Minuten-Häppchen reichen oft schon aus. Es lohnt sich, denn dies bringt Vorteile beim Probleme lösen, für die Schule und sogar für den späteren Job.

Eltern können ihre Kinder einfacher als je zuvor fördern, auch wenn sie selber noch nie etwas mit Programmierung zu tun hatten. Hier gibts einfache Tipps dazu.

Probiert’s einfach mal aus!

 

Programmieren lernen für Kinder von 5-16 Jahren

Programmieren lernen ist für Kinder und Jugendliche von 5-16 Jahren interessant. Eltern können ihre Kinder leicht fördern, da gute Lernumgebungen kostenlos verfügbar sind.

Wie lernen Kinder und Jugendliche am einfachsten zu programmieren?

Je nachdem wie alt das Kind ist, kann es schrittweise immer weiter an die Programmierung herangeführt werden. Als erste Orientierung kann man Kinder wie folgt fördern:

Alter des KindesProgrammieren lernen durch
unter 5 Jahre
  • Spielerisches Lernen mit Technik, z.B. Tiptoi (zur Ravensburger-Website, Kaufen bei Amazon)
  • Spielzeuge mit programmierbarer Fernbedienung
  • Bücher über Roboter und Technik
  • Kontrollierter Medienkonsum, um Überreizungen und Negativerfahrungen zu vermeiden
5-11 Jahre
  • Lernumgebungen (siehe unten, z.B. die Maus)
  • Programmierbarer Lego-Roboter
  • Kinder-Programmierkurse, Kinder-Roboterkurse
    Tolle Übersicht: Programmierkurse bei codingkids.de 
  • Erster eigener Computer und Tablet
  • Gesteuerter Medienkonsum, Hinführung zu selbstverantwortlichem Medienkonsum
12-15 Jahre
  • Informatik-Unterricht und AGs an Schulen
  • Vertiefen mit Lernumgebungen für Jugendliche (siehe unten)
  • eigenständiges Programmieren anregen und unterstützen, z.B. indem man Kindern ein Projekt gibt („Kannst Du uns ein Programm machen, das uns hilft bei…“)
  • Kinder-Programmierkurse für Größere
  • Neuerer Computer und Tablet
über 15 Jahre
  • Informatik-Unterricht und AGs an Schulen
  • Selbständiges Lernen fördern durch Anschaffung von:
    • aktuellem Computer, großer Monitor
    • Smartphone und Tablet (für App-Programmierung)
    • Software (Lernprogramme)
  • Lernangebote im Internet und Lernumgebungen suchen
  • Besuch von Programmier-Veranstaltungen
  • Kurse an Volkshochschule oder Jugendangeboten, um eine Programmiersprache zu lernen

 

Lernumgebungen und Kurse

Kinder und Jugendliche lernen das Programmieren am einfachsten durch direktes Ausprobieren in einer Online-Lernumgebung.  bekommen die Kinder kleine Aufgaben mit Anleitungen und können damit dann frei ihre eigenen Programme erstellen. Es gibt einige gute und kostenlose Lernumgebungen, so dass man damit jederzeit einfach starten kann.

Wichtig ist, dass man sein Kind dabei verständnisvoll und einfühlsam heranführt. Man kann damit bereits in der Kitazeit eher langsam und vorbereitend starten, und dann in der Grundschule weiter begleiten und die Aufgaben dann am Interesseniveau des Kindes anpasst. Am besten fühlt sich Computerunterricht durch die Eltern „spannend und spielerisch“ an und nicht wie eine Extraportion Schule.

Es gibt natürlich auch geführte Onlinekurse oder Kurse an speziellen Bildungseinrichtungen, in denen das Programmieren Schritt für Schritt von LehrerInnen unterrichtet wird.

Im Folgenden stellen wir beliebte und didaktisch gut gemachte Lernumgebungen vor, mit denen Eltern sehr leicht ihre Kinder untertstützen können.

 

Programmieren lernen für Kinder von 5-12 Jahren – Die besten Lernumgebungen

Hier eine Auswahl guter Lernumgebungen für jedes Alter. Probiert’s einfach mal zusammen aus!

  • Scratch Junior (App)
  • Die Maus (Website)
  • LEGO-Boost (Roboter + App)

Programmieren lernen mit App „Scratch Junior“ (Alter 3-7 Jahre)

Scratch Junior ist eine kostenlose, einfache Variante der Scratch-Lernumgeung für jüngere Kinder mit noch einfacheren Steinen wie springen, gehen etc.  Dies macht den Einstieg in die Programmierung sogar für kleine Erfinder leicht möglich.

Programmieren lernen für Kinder mit der Scratch Junior App

Programmieren lernen für Kinder mit der Scratch Junior App. Einfache Oberfläche und Befehle für Kleinere.

 

Programmieren lernen mit der Maus (Alter 5-9 Jahre)

Auf der WDR-Website der beliebten Maus können junge Erfinder ganz einfach Abläufe mit der Lernumgebung Scratch programmieren. Jeder der kleinen Schritte wird in leichter Sprache erklärt und man zieht die Programmbefehle dann einfach aneinander. Am Ende kommt eine Animation oder Spiel raus, in dem die Maus mit Tasten gesteuert werden kann. Alles ist kindgerecht in der freundlichen Maus-Welt dargestellt. So haben Kinder viele Erfolgsgefühle und freuen sich über die liebevollen Grafiken und Geräusche.

Programmieren Lernen für Kinder mit der Maus-App

Auf der Website der Maus können Kinder von 5-9 Jahren mit Scratch programmieren lernen. Die Grafiken und Beispiele sind liebevoll gemacht. Unten rechts erfährt man Schritt für Schritt was als nächstes zu tun ist für das eigene Programm.

Programmieren lernen mit LEGO Boost (Alter 7-12 Jahre)

LEGO Boost ist ein Roboter-Set, in dem klassische Legosteine mit Motoren, Sensoren und Lampen kombiniert werden um Roboter und Maschinen ganz nach Wunsch oder nach Anleitung zu bauen. Programmiert wird mit der Lego-Boost-App am Tablet.

Die App bringt schrittweise jeden neuen Befehl spielerisch bei, ohne dass man lesen können muss. Dies macht viel Spaß, da der Roboter wirklich viel kann, die App einfach gut gemacht ist. Die Kreativität der Kinder wird zudem durch zahlreiche liebevolle Ideen wie z.B. Verkleidungen angesprochen. Unser Fazit: Hoher Lerneffekt mit viel Spaß, pädagogisch ausgefeilt und unendlich erweiterbar

Lego Boost App - Programmieren lernen für Kinder mit einfachen Blöcken

Lego Boost App – Programmieren lernen für Kinder mit einfachen Blöcken

 

Programmieren lernen mit Scratch (Alter 7 Jahre und älter)

Scratch LogoDie am medienpädagogischen Institut der weltberühmten MIT-Universität entwickelte Lernumgebung „Scratch“ kann einfach als Website in jeder beliebigen Sprache aufgerufen werden. Hier wählt euer Kind Hintergründe, Figuren und Geräusche aus und bringt der Katze „Scratch“ ein Programm bei oder denkt sich was ganz eigenes aus. Scratch wird von verschiedenen Lernumgebungen angepasst, so dass auch Jüngere damit leicht lernen, z.B. auf der Maus-Website. Das Tolle an Scratch ist, dass viele der Lernumgebungen dabei sowohl für Kinder als auch Jugendliche, bis hin zu Erwachsenen funktionieren. Denn man entscheidet selber, wie kompliziert oder einfach man ein sein Programm gestalten will. Fazit: Das geht schnell und kostet gar nichts!

Scratch Lernumgebung zum Programmieren lernen für Kinder

Die ausgezeichnete Lernumgebung „Scratch“ zum Programmieren lernen für Kinder wurde am pädagogischen Institut des MIT entwickelt

 

Programmieren lernen für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren – Die besten Lernumgebungen

Schulkinder ab der 7ten Klasse haben schon alle Grundlagen, um richtig programmieren zu lernen. Dazu gehört, die Befehle auswendig zu lernen und einzutippen, sich auch mit tieferen Programmierkonzepten auseinander zu setzen und später nach Wunsch immer komplexere Probleme lösen zu können, wie z.B. Websites entwickeln, Spiele programmieren, 3D-Darstellungen erstellen, Formelberechnungen und vieles mehr. Zu den einfach erlernbaren und gleichzeitig und auf dem Job-Markt stark nachgefragten Programmiersprachen zählen dabei unter anderem:

  • Python
  • HTML, CSS & Javascript

 

Warum HTML, CSS und Javascript lernen?

Mit den oft zusammen eingesetzten Sprachen HTML, CSS und Javascript lassen sich Websites erstellen und grafisch gestalten. Die Sprachen sind schnell erlernbar und lassen sich direkt ausprobieren, da jeder Internet-Browser diese anzeigen kann. Kinder und Jugendliche können tolle Website-Projekte für sich, ihre Hobbies, Freunde oder Familie erstellen. Und Internet-Spezis wie Web-Entwickler werden immer gesucht.

Warum Python lernen?`

Die Programmiersprache Python ist beliebt, weil man damit alles programmieren, besonders schnell Daten analysieren und ansprechende Visualisierungen erstellen kann. Die beliebte Sprache ist besonders wichtig im Bereich Datenanalyse, Künstliche Intelligenz, allen Naturwissenschaften wie Biologie, Physik und Statistik. Sie wird in zahlreichen Firmen und Unis gerne genutzt. Kinder und Jugendliche die hier Interesse haben, können lernen, eine richtige Programmiersprache zu beherrschen, bauen sich damit tolle Anwendungen selber und können sich später leicht einen attraktiven Job aussuchen.

 

Python lernen mit CodeCombat

Spielerisch Python coden lernen können Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene mit der Website CodeCombat. In der kostenlosen Lernumgebung steuert man einen Helden durch Dungeons, indem man Programmierbefehle eintippt. Man kann Schätze sammeln, Monster umgehen oder bekämpfen, bekommt Belohnungen und löst so immer kompliziertere Rätsel. Lernen beim Spielen, sehr gelungen, atmosphärisch und anspruchsvoll. Geheimtipp!

Python lernen mit CodeCombat

Python lernen ist mit CodeCombat riesigen Spaß! Die kostenlose Lernumgebung ist wie ein richtig gutes Dungeon-Computerspiel gemacht und bietet knackige Rätsel und Retro-Abenteuerspiel-Atmosphäre.

Codecademy:  HTML, CSS, Javascript und Python lernen

Das Online-Lernangebot „Codecademy“ wird von großen Firmen zur Weiterbildung der Mitarbeiter zu diversen Programmierthemen von HTML/CSS bis Python genutzt. Sobald Kinder oder Jugendliche weit genug etwas Programmiererfahrung haben und gut Englisch können, können sie auf Codecademy „ordentlich“ programmieren lernen. Nicht spielerisch, aber bei entsprechender Motivation lernt man hier die Grundlagen der Programmiersprache Python richtig gut kennen und trainiert dies an kleinen Übungen. Die bezahlte Pro-Version kostet ca. 15€/Monat und enthält alle Kurse sowie Lern-App und mehr. Die kostenlose Basis-Version enthält ausgewählte Kurse und eignet sich gut zum Starten.

Sprache: nur Englisch

Raspberry Pi – Ein programmierbarer Mini-Computer für Jugendliche und Informatik-Interessierte

Raspberry Pi - Logo

Logo der Raspberry Pi Stiftung

Für interessierte Kids und Eltern, die Lust haben, einen Computer von Grund auf zu verstehen gibt es eine tolle und günstige Möglichkeit: Der beliebte, weit verbreitete und ausgezeichnete „Raspberry Pi“ ist eine programmierbare Platine. Er wurde von der Raspberry-Pi-Stiftung mit dem Ziel entwickelt, jungen Menschen Computer- und Elektronikkenntnisse günstig zu ermöglichen und gilt als erfolgreichstes Vorhaben seiner Art.

Im Prinzip ist der Raspberry Pi (Übersetzt bedeutet es so etwas wie „Himbeerkuchen“) ein vollständiger Computer ohne das übliche große Gehäuse („Einplatinencomputer“). Auf dem Raspi läuft sogar ein Betriebssystem mit grafischer Linux-Oberfläche läuft. Er besitzt die wichtisten Anschlüsse für Geräte und Netzwerk und kann zudem nach Belieben durch weitere Hardware-Bauteile wie z.B. Temperatursensoren erweitert werden. Man kann damit besser als je zuvor lernen, Technik-Fähigkeiten aufzubauen und diese kreativ einzusetzen.

Ein Raspberry Pi ist ein kleiner Computer zum Basteln und Erfinden

Ein Raspberry Pi ist ein kleiner Computer zum Basteln und Erfinden

 

Was kann ein Raspberry Pi?

Es gibt zahlreiche gute Websites, auf denen man tolle Ideen bekommt:

Mit fortschreitendem Know-how kann Raspberry Pi mit diversen Elektronikbauteile erweitern, etwa einen Feuchtigkeits- oder Temperatursensor, um sich z.B. ein Gewächshaus mit automatische Bewässerung zu bauen. Oder eine selbstgebaute Ampel zu erstellen. Oder um ihn als Medien-Server zum Verwalten und Abspielen von Videos zu nutzen. Und noch vieles mehr.

Eine faszinierende Welt für Kids mit Software- und Elektronik-Interesse! Einen Raspberry Pi zu nutzen erfordert je nach Alter der Kids eher höheren Eltern-Support, bietet damit aber die Chance, als Eltern selber tiefe Computerfähigkeiten aufzubauen.

 

Elterntipp: Welchen Raspberry Pi sollte man kaufen?

Der Raspberry Pi wird ständig aktualisiert, so dass es nicht „Den Einen“ gibt. Das ist oft verwirrend für interessierte Einsteiger aber natürlich durchaus nachvollziehbar, damit das Gerät mit neuester Technik ausgestattet ist.

Wer es einfach haben will kauft darum am Besten ein Starter-Kit. Ein Starter Kit enthält neben der Raspberry-Pi-Platine auch ein passendes Netzteil, eine SD-Karte mit SD-Kartenleser, en HDMI-Kabel zum Anschluss an Monitor oder Fernseher, ein Schutzgehäuse sowie ein Kühlkörper für den Prozessor.

Der Raspberry Pi sollte ein einigermaßen aktuelles Modell sein (z.B. „Raspberry Pi 3 Model B“, oder „Raspberry 4“) und aktuelle Ausstattung beinhalten (RAM-Speicher und schnelle CPU) sowie moderne Anschlussmöglichkeiten besitzen (Bluetooth, Gigabit-Ethernet, WLAN mit 2,4GHz und 5GHz-Band). Zudem ist auf der SD-Karte dann ein Installationsprogramm (NOOBS) verfügbar, mit dem per Klick ein Betriebssystem-Variante installiert werden kann ohne dass man Linux-Kenntnisse braucht.

 

Elterntipp: Bücher zum Raspberry Pi

Begleitend zum Raspberry Pi ist unbedingt noch der Kauf eines guten Einsteigerbuches empfohlen, damit man Schritt für Schritt die spannenden Computerexperimente nachvollziehen kann, denn selbsterklärend ist ein Raspberry Pi nicht.

Ein Buch unterstützt Kids & Eltern dabei, indem man von der Installation, Einrichtung bis zum Erstellen von Programmen nützliche Tipps, Hinweise und Hintergrundinformationen erhält. Bücher enthalten oft Ideen für nützliche und interessante Projekte, die man mit dem Raspberry Pi machen kann.

 

Fragen und Antworten – Programmieren lernen für Kinder

Warum sollte ein Kind schon programmieren lernen?

Programmieren lernen ist für Kinder in vielen weiteren Situationen hilfreich! Ob Matheunterricht, Problemlösen, logisches Denken, Medienkompetenz und später sogar in fast jedem Job – überall hilft es, am Computer mal ein paar spaßige Ideen programmiert zu haben. Denn dadurch meistert man alle digitalen Medien und kann sie souverän und kreativ für eigene Zwecke einsetzen.

Wird programmieren nicht sowieso schon in der Schule gelernt?

In der Schule steht Programmieren immer noch nicht früh genug auf dem Programm. Zwar gibt es an einigen Schulen schon ein paar erste Kennlern-Stunden am Computer meist schon ab der ersten Klasse um erste Erfahrungen zu sammeln. Doch das Programmieren lernen fällt eher in den Aufgabenbereich der Eltern.

Ich kann nicht programmieren, wie soll ich das dann meinem Kind beibringen?

Ganz klar: Die Mehrzahl aller Eltern haben nie selber etwas programmiert. Oft denken Eltern dann, dass sie keine Ahnung von dieser schwierigen Materie haben und trauen sich nicht zu, ihre Kinder da heranzuführen. Programmieren hat den Ruf, schwierig zu sein. Dabei ist Programmieren wirklich einfach geworden.  Am besten hilft man seinem Kind, indem man mit ihm eine geeignete Lernumgebung sucht (siehe unsere Tipps) und dann einfach los programmiert. Die gute Nachricht: Die Lernumgebungen helfen selber dabei, das Programmieren zu lernen und Programmbefehle müssen nicht auswendig gelernt werden. Es ist also wirklich kinderleicht und selbsterklärend.

Einfach erklärt: Was genau ist mit Programmieren für Kinder gemeint?

Ganz einfach: Man sucht sich eine Lernumgebung aus und zieht und steckt dort einfach ein paar Befehle wie „Drehe dich nach rechts“, „Gehe 10 Schritte vorwärts“, „Spiele Musik“ zusammen und drückt auf Start. Oder noch kürzer erklärt: Programmieren lernt man durch ausprobieren anstatt Theorie!

Wie lernen Kinder programmieren?

Kinder lernen leicht zu programmieren, indem sie sich Abläufe aus einfachen Befehlen ausdenken und diese als Programm am Computer oder Tablet umsetzen. Diese Befehle sind z.B. gehen, drehen, blinken, sprechen und weitere. Die Befehle steuern eine Figur am Computer oder sogar einen echten Roboter.

Programmieren ist nichts anderes, als sich Erfindungen auszudenken und am Computer festzulegen, welche Aktionen dafür passieren sollen.

Auf der Website „Informatik Aktuell“ werden zahlreiche Programmier-Lernmöglichkeiten für Kinder detaillier vorgestellt

Wie können größere Kinder ab 10 Jahren mehr über Programmierung lernen?

Neben den einfachen Befehlen sind zwei weitere Programmierkonzepte wichtig: Bedingungen (Wenn-Dann-Fragen) und Schleifen (Wiederholungen). Wer dies kann, kann ganze Spiele selber programmieren.

Ältere Kinder können sich zur Vertiefung dann eine richtige Programmiersprache aussuchen und diese lernen. Dazu gehört, dass man spezielle Fachbegriffe rund um das Coden lernt, wie z.B. Variablen, Methoden, Objekte, Kompilieren, Vererben und vieles mehr. Eine spannende Welt für Eingeweihte.

Das Programmieren erfolgt dann nicht mehr in einer Lernumgebung sondern einer richtigen Programmierumgebung (genannt: IDE, für Integrated Development Environment). Als Nicht-Programmierer kann man sich eine IDE als ein spezielles Textprogramm vorstellen in dem man den Programmcode eingibt und in dem spezielle Funktionen zum Programmieren vorhanden sind, wie z.B. automatische Ergänzung von Befehlen (code-completion) und zum Inspizieren von im Programm gesetzen Werten.

Viele Kinder haben auch Spaß daran, einen Computer „von der Pike auf“ kennenzulernen und sich mit Elektronik zu beschäftigen. Hierzu gibt es tolle Möglichkeiten mit Elektronikbausätzen + Lernbuch einfach loszulegen. Die beliebtesten Lösungen hierzu sind: Raspberry Pi und Arduino. Mehr dazu siehe unsere Tipps oben.

Was hat Programmieren mit Fantasie und Kreativität zu tun?

Sehr viel! Denn am Wichtigsten beim Programmieren ist es, dass Kinder spielerisch ihre Fantasie einsetzen können, um mit dem Computerprogramm etwas Lustiges oder Sinnvolles zu erschaffen. Dadurch lernen sie, wie Computer funktionieren und wie diese Probleme lösen können. So werden aus den kleinen Erfindern von heute die Profis von morgen, denn Programmieren ist nicht mehr nur etwas für Informatiker sondern für alle!

Wie lernt man Roboter zu programmieren?

Es gibt raffinierte Roboter für Kinder, bei denen man am Tablet ein Programm erstellt, das dem Roboter sagt, was er tun soll. Der LEGO Boost-17101-Roboter kann zum Beispiel fahren, sprechen (vom Kind selbst per Klick aufgenommen!), auf Klatschen oder Winken reagieren, sich drehen, Pfeile abschießen und vieles mehr. Selbst Studenten lernen in der Uni, mit Lego-Sets zu programmieren, da die Konzepte einfach und der Erfolg direkt sichtbar ist.

Fazit: Das macht besonders viel Spaß!