Roboter für Kinder – Spielerisch programmieren lernen für junge Erfinder
Wenn Kinder merken, dass sie Roboter selber programmieren und ihnen damit etwas beibringen können, wird es spannend. Kinder lernen mit Robotern kreatives Spielen, logisches Denken und vieles mehr. Das ist Lernen fürs Leben pur. Hier die beliebtesten Roboter-Sets für Kinder und Jugendliche.

Roboter für Kinder sind faszinierend und wecken die Lust am Spielen und Programmieren
Die besten programmierbaren Roboter für Kinder
Von Kindern selbst programmierbare Roboter trainieren spielerisch die heutzutage sehr gefragten und nützlichen MINT-Kompetenzen: Mathe, Informatik, Naturwissenschaften, Technik. Gute Roboter-Sets für Schulkinder ab 6 Jahren bieten darum folgendes: Eine didaktisch gut gemachte App in der das Kind selbständig programmieren lernt, altersgerechte und kreative Aufgaben, an denen die Kids schrittweise mehr lernen, sowie dass man mit dem Roboter eigene Ideen einfach umsetzen kann.
Unser Kauftipp ist aktuell der günstige Clementoni Galileo AIRO (ab 8 Jahren) – das lange empfohlene LEGO Boost 17101 wird leider nicht mehr produziert und ist bei Amazon inzwischen für 400-500€ zu haben, statt ursprünglich ca. 150-200€. Für einen günstigeren Einstieg eignen sich außerdem die Makeblock-Roboter Codey Rocky (ab 6 Jahren) oder das größere mBot Ranger (ab 8 Jahren). Für kleinere Kinder ohne App-Nutzung ist der bildschirmfreie Botley 2.0 (ab 5 Jahren) eine gute Wahl. Alle aktuellen Empfehlungen findet ihr mit Details in der Tabelle und Vorstellung weiter unten.
| Roboter | Bewertung | Alter | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Kosmos Kodi Ansehen |
★★★★ sehr gut |
ab 6 Jahren | + sehr günstiger Einstieg + mechanisch, ohne App/Strom + 5 verschiedene Modelle baubar |
| Learning Resources Botley 2.0 Ansehen |
★★★★ sehr gut |
ab 5 Jahren | + programmieren ganz ohne Bildschirm + robust, einfache Bedienung + fördert logisches Denken früh |
| Makeblock Codey Rocky Ansehen |
★★★★ sehr gut |
ab 6 Jahren | + Scratch- und Python-fähig + interaktives „Emo“-Gesicht + wächst mit dem Kind mit |
| LEGO Boost 17101 Ansehen |
★★★★ sehr gut |
ab 7 Jahren | + 5 Baurezepte, tausende Kreationen + didaktisch sehr gut gemachte App + klassisches LEGO-Bauerlebnis – aktuell sehr teuer (oft 400-500€, da nicht mehr produziert) |
| Clementoni Galileo AIRO Ansehen |
★★★★★ perfekt Empfehlung |
ab 8 Jahren | + selber zusammenbauen & per App trainieren + Gesten- und Spracherkennung + sehr günstiger Preis (ca. 25-30€) |
| Makeblock mBot Ranger Ansehen |
★★★★ sehr gut |
ab 8 Jahren | + 3-in-1 verwandelbares Roboter-Set + zahlreiche Sensoren + Scratch & Arduino-Programmierung – höherer Preis |
Die Top-Roboter im Detail
Clementoni Galileo AIRO (Empfehlung)
Unser neuer Kauftipp: Der Clementoni Galileo AIRO wird von Kindern ab 8 Jahren selbst zusammengebaut und lässt sich anschließend per App, Gesten- oder Sprachsteuerung „trainieren“ – er merkt sich z.B. Bewegungsabläufe und reagiert auf Kommandos. Dabei kostet er nur einen Bruchteil vergleichbarer Bausatz-Roboter und ist eine sehr gute, günstige Alternative zum mittlerweile stark verteuerten LEGO Boost.
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Kosmos Kodi
Der Kosmos Kodi ist der günstigste und einfachste Einstieg in unserer Liste: Er wird komplett mechanisch mit einer Kurbel und Programmier-Nocken gesteuert, ganz ohne App, Akku oder Bildschirm. Kinder lernen so spielerisch die Grundidee des Programmierens – Befehle in eine feste Reihenfolge bringen – bevor sie zu digitalen Robotern wechseln. 5 verschiedene Roboter-Modelle lassen sich damit bauen.
Learning Resources Botley 2.0
Der Botley 2.0 ist speziell für jüngere Kinder ab 5 Jahren gemacht: Mit einer kleinen Fernbedienung werden Befehlsfolgen eingegeben, ganz ohne Tablet oder Smartphone – ideal, wenn Kinder noch keinen eigenen Bildschirmzugang haben sollen. Trotzdem lassen sich schon einfache Schleifen und Hindernis-Umfahrungen programmieren.
Makeblock Codey Rocky
Der Codey Rocky von Makeblock kombiniert einen fahrbaren „Rocky“-Untersatz mit dem aufsteckbaren „Codey“-Modul, das ein kleines Gesicht mit LED-Matrix zeigt und reagiert. Kinder ab 6 Jahren steigen über Scratch-ähnliche Blöcke ein und können später zur echten Python-Programmierung wechseln – der Roboter wächst so über Jahre mit.
LEGO Boost 17101
Das LEGO Boost 17101 lässt Kinder ab 7 Jahren fünf verschiedene Roboter-Modelle aus Lego-Steinen bauen und per kostenloser Tablet-App programmieren – mit einfachen Befehlsblöcken für Vorwärtsfahren, Drehen, Sprachaufnahmen oder das beliebte „Pfeil abschießen“. Über Schleifen und Bedingungen wächst der Schwierigkeitsgrad mit dem Kind mit.
Leider ist das Set nicht mehr im Verkauf und wird nicht mehr produziert: Bei Amazon werden aktuell teils 400-500€ dafür aufgerufen, statt der ursprünglich ca. 150-200€. Für den Preis würden wir inzwischen eher zu einer der günstigeren Alternativen unten raten, es sei denn ihr findet ein gutes gebrauchtes Set.
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Makeblock mBot Ranger
Der mBot Ranger ist ein besonders stabiles, 3-in-1 verwandelbares Roboter-Set für Kinder ab 8 Jahren mit zahlreichen Sensoren. Er lässt sich per App steuern und programmieren, unterstützt aber auch Scratch und – für ältere Kinder – Arduino. Dadurch bietet er auf lange Sicht mehr Tiefe als viele Einsteiger-Sets.
Wie lernen Kinder Roboter zu programmieren? Ganz einfach!
Es ist wirklich ganz einfach: Programmierbare Roboter haben eine App, in der man sich ein eigenes Programm ausdenken kann. Das Programm erstellt man, indem man in der App bunte Aktions-Blöcke aneinander reiht die etwas auslösen, wie z.B. fahren, drehen, sprechen, und weitere.
So kann man dann wirklich schnell in nur 2-3 Minuten sein erstes Programm erstellen. Mit zunehmender Erfahrung erkunden die Kinder dann weitere Funktionen und lernen die Programmsteine auswendig, entweder über anschauliche Icons oder Beschriftung auf den Blöcken.
Hier ein Beispiel, wie das Programmieren beim LEGO Boost Roboter funktioniert:

Lego Boost App – Programmieren lernen für Kinder mit einfachen Blöcken
Wie funktioniert das gezeigte Programm?
- Der gelbe Startblock gibt an, wo das Programm losgeht
- Vorwärts fahren (die kleine 2 unterhalb des Steins wiederholt den Befehl 2x)
- Umdrehen
- Leichte Linksdrehung
- Mikrofonaufnahme abspielen. Mit der App können Kinder selber leicht etwas aufnehmen und dann abspielen lassen.
- Warten, bis der Roboter einen roten Gegenstand vor sicht sieht
- Schnell weiterfahren
- Pfeil abschießen (Zielkreuz): Oft die Krönung für viele Kinder 🙂
- Starten! Mit Klick auf den Pfeil führt der Roboter das Programm aus
Wie ihr seht ist dies sehr einfach, wenn man die Symbole kennt. Kinder lernen die Symbole sogar noch viel schneller als Eltern. Die Kinder können sich mit diesen Möglichkeiten kreativ ihre eigenen Abläufe für den Roboter ausdenken. Damit hat man auch schon alles gelernt, was man zum Programmieren von Robotern braucht.
Leistungs-Tipp:
Welche Roboter-Sets eignen sich zum Programmieren lernen für Kids?
Es gibt viele verschiedene Roboter-Sets, die für den Einsatz im Bildungsbereich entwickelt wurden und die es Kindern ermöglichen, grundlegende Programmierkonzepte zu erlernen. Gute Sets sind z.B. folgende:
- Makeblock mBot Ranger: Dieser programmierbare, selbstaufbaubare und vor allem sehr stabile Roboter besitzt zahlreiche Sensoren und ist für Kinder ab 8 Jahren geeignet. Es ist zwar nicht Lego, aber der Roboter bietet erstklassige Möglichkeiten, wie z.B. App-Steuerbarkeit und eigene Programmierbarkeit.
- LEGO Boost: Ein erstklassiges Lego-Set, mit dem Kinder zahlreiche Roboter-Typen frei bauen und programmieren können. 5 Baurezepte sind dabei, tausende eigene Kreationen sind möglich. Mit didaktisch gut gemachter Programmier-App.
- KOSMOS-Roboter-Sets: Der durch zahlreiche Experimentier- und Mitbring-Spielesets bekannte Anbieter KOSMOS hat fast 10 Roboter-Sets mit steigendem Anspruch und meist günstigen Preisen entwickelt. Mit oder ohne App-Steuerung, vom einfachen Spielzeugroboter bis zum programmierbaren Roboter ist alles dabei.
- Dash und Dot von Wonder Workshop: Diese beiden kleinen Roboter, die man nicht aufbauen muss, sind speziell für den Einsatz in der Grundschule entwickelt und bieten interaktive Lernaktivitäten und -übungen.
Empfehlung:
Wir empfehlen für Kids ab 8-10 Jahren ein gutes Set mit App zur Programmierung zu wählen, z.B. Lego Boost oder Makeblock mBot Ranger. Die Anschaffungskosten sind leider hoch, wenn man es mit anderem Spielzeug vergleicht. Aber der Lerneffekt unbezahlbar!

Makeblock mBot Ranger – Stabiles Roboter-Set, 3 Roboter-Varianten, Programmierung per Smartphone/Tablet-App
Ab welchem Alter können Kinder Roboter programmieren lernen?
Hier ein kleiner Werdegang für kleine Roboterspezis von Morgen. Natürlich wird nicht jedes Kind mit dem Wunsch geboren, mal Roboter zu programmieren. Aber mit etwas Hilfe von den Eltern kann das Interesse beim Kind geweckt werden, so dass dann auch weiteres Lernen einfacher möglich ist.
Beispiel: Das Kind bringt dem Roboter mit Fernbedienung bei, durch den Flur zu laufen und die Eltern zu erschrecken (immer gut). Tipp: Fahrende Roboter funktionieren besser auch auf glatten Flächen oder ebenen Teppichen. Roboter mit Beinen brauchen glatte Flächen, sonst kippen sie zu schnell um.
Mit den neuen LEGO Boost Sets, können Kinder Roboter nach Fantasie oder Anleitung selbstständig aus Lego-Steinen aufbauen und dann über ein Tablet mit einer kinderfreundlichen Gratis-App programmieren. Man zieht dazu im Tablet einfach Befehlsteine wie vorwärts, drehen, sprechen, schießen aneinander und drückt auf „Los“.
Da es wahlweise auch komplexere Programmier-Befehle wie Wiederholungen („Schleifen“) oder Bedingungen („if-then-Abfragen“) gibt, lernen hiermit vor allem ältere Kinder bereits richtig zu programmieren, trainieren dadurch kreatives und logisches Denken, Mathe, Planung und vieles mehr.
Klar, größere Kinder und Jugendliche wollen merken, dass sie etwas richtig „cooles“ machen und alles schaffen können. Ihr könnt mit eurem Kind herauszufinden, was es genau am Thema Roboter interessiert: Elektronik oder Programmieren.
LEGO hat die beliebte Mindstorms-Reihe inzwischen eingestellt. Als Nachfolger für Kinder mit tieferem Programmier-Interesse bietet Lego jetzt die Reihe LEGO Education SPIKE an (SPIKE Essential für jüngere, SPIKE Prime für ältere Kinder/Jugendliche). Damit lassen sich Roboter und Maschinen bauen und programmieren – wahlweise über eine einfache Scratch-ähnliche Blockoberfläche oder mit der Programmiersprache Python für fortgeschrittene Nutzer:innen. SPIKE-Sets werden mittlerweile auch im Schulunterricht sowie in der Jugend- und Erwachsenenbildung eingesetzt, um die Grundlagen der Roboter-Programmierung zu vermitteln.
Für Kinder, die eher Programmierinteresse haben und diese auch ohne Roboter erlernen wollen, könnt ihr euch in unserer Übersicht zum Thema „Programmieren lernen für Kinder und Jugendliche“ informieren.
Fazit: Soll mein Kind Roboter programmieren lernen?
Niemand kennt ein Kind besser als die Eltern. Probiert’s einfach aus, wenn ihr fühlt, dass es für euer Kind interessant sein könnte. Vielleicht weckt ihr damit sofort oder auch erst Jahre später eine Leidenschaft bei eurem Kind, die ihm hilft, sich kreativ auszudrücken und sogar noch Vorteile im Schulalltag bringen kann.
Wichtig für jedes Lernen ist der Spaß am Machen. Darum: Helft mit beim Aufbauen, Kennenlernen und Motivieren, damit es kreativ, locker und spaßig für euer Kind wird. Euer Kind schaut’s sich bei euch ab. Und vielen Eltern macht’s dann sogar auch selber Spaß!
Fragen und Antworten – Roboter für Kinder
Eins vorweg: Programmieren von Robotern ist etwas einfaches und hat wenig mit dem Bild zu tun, dass man von Programmierern hat. Durch das aneinanderreihen von Befehlen lernen Kinder aber schon gut, was Computer so können und wie man diese für seine eigenen Zwecke kreativ nutzbar macht.
Kinder lernen programmieren eher nicht, um Programmierer zu werden, sondern um spielerisch Fähigkeiten im Umgang mit Computern und Programmen aufzubauen. Dadurch kann das abstrakte, logische Denken gefördert werden, denn man lernt zu planen und zu beschreiben, was man vorhat. Zum Beispiel den Roboter zu einer Alarmanlage zu machen, der reagiert, wenn jemand vorbeigeht. Das macht Spaß und trainiert spielerisch vieles, was man in der Schule gebrauchen kann.

LEGO Boost – Bauen, Programmieren, Spielen
Das Unternehmen LEGO hat 2017 ein bahnbrechendes neues Roboter-Set für Kinder namens „LEGO Bosst“ auf den Markt gebracht, das bereits einige Awards gewonnen hat. Mit dem Set können Kinder einen bzw. verschiedene Roboter aufbauen und über einen Tablet- oder Smartphone-App selber einfach programmieren. Das Set zeichnet sich durch seine pädagogisch gelungene Oberfläche und die Flexibilität und Vielseitigkeit auf und förder das kreative bauen und spielen mit modernster Technik.
Ja, auch das ist möglich. Zu den gezeigten Programmier-Befehlen kommen dann noch Logikblöcke, Wiederholungsblöcke und Variablen, mit denen man dann richtig raffinierte Programme erstellen kann.
Was ist damit möglich?
Damit ist das Programmieren dann auch für ältere Kinder reizvoll, denn mit diesen Spezialbefehlen lassen sich sogar Programme schreiben, die ganze intelligente Abläufe ermöglichen. Z.B. kann der Roboter damit so lange auf und ab fahren, bis sich ihm jemand nähert, und dann eine Sprachausgabe starten (oder natürlich einen Pfeil abschießen).
Hier nun die „komplexeren“ Programmierbefehle kurz erklärt:
Logikblöcke ermöglichen, dass das Programm so lange wartet, bis etwas bestimmtes passiert. Zum Beispiel: warten bis jemand winkt, warten bis ein Geräusch zu hören ist, warten, bis ein bestimmter Zählwert wie etwa eine Punktzahl erreicht ist.
Wiederholungsblöcke kann man um andere Blöcke legen und bewirken, dass dann alle darin umschlossenen Befehle wiederholt werden, wie z.B. „vorwärts, um 180° drehen“, so dass der Roboter damit immer hin und her läuft.
Variablen sind Zähler die sich einen Wert merken können, wie zum Beispiel eine Geschwindigkeit 1, 2 oder 3. Damit kann man dann in Kombination mit den Logikblöcken und Wiederholungen schon komplexere Abläufe erschaffen. Zum Beispiel kann der Roboter langsam loslaufen, wenn man klatscht wird die Geschwindigkeits-Variable erhöht und der Roboter wird mit jedem klatschen immer etwas schneller.